Stress entsteht nicht nur durch äußere Umstände – oft sind es innere Stimmen, die uns am meisten unter Druck setzen. Diese sogenannten inneren Antreiber sind Botschaften, die wir meist in der Kindheit übernommen haben und die uns im Erwachsenenleben als unsichtbare Regeln begleiten. Bis sie zum Feind werden.
Was sind innere Antreiber?
Das Konzept der inneren Antreiber stammt aus der Transaktionsanalyse. Es beschreibt fünf wiederkehrende Verhaltensmuster, die dann auftreten, wenn wir unter Druck geraten. Sie können motivierend wirken – aber in Übermaß kosten sie Energie, verursachen Stress und führen langfristig zu Erschöpfung.
Wie entschärft man innere Antreiber?
Der erste Schritt ist Bewusstsein: Welcher Antreiber ist bei mir besonders laut? In welchen Situationen meldet er sich?
Dann geht es darum, den Antreiber nicht zu bekämpfen, sondern ihm einen Erlauber entgegenzusetzen:
- „Sei perfekt!" → „Es ist gut genug. Ich darf Fehler machen."
- „Beeil dich!" → „Ich darf mir Zeit lassen."
- „Sei stark!" → „Ich darf um Hilfe bitten."
- „Streng dich an!" → „Ich darf es mir leicht machen."
- „Mach es allen recht!" → „Meine Bedürfnisse zählen genauso."
Diese neuen Botschaften an sich selbst klingen einfach – doch sie gegen alte Prägungen durchzusetzen, braucht Übung und oft therapeutische Begleitung.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine psychotherapeutische Beratung.